Werraland Lebenswelten

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Mitglied der Diakonie Hessen

Das gemeinsame Erleben steht über allem

144 Sportler bei inklusivem Tischtennis-Turnier in Reichensachsen.

„Ich will gewinnen! Doch wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben!“ Mit dem Special Olympics-Eid endete die emotionale Eröffnung des dritten inklusiven Tischtennis-Turniers in Reichensachsen. Corvin Lohmann trug unter großem Applaus der Sportler und Betreuer mit einer Wunderkerze symbolisch das Special Olympics-Feuer in die Sporthalle.

144 Sportler mit und ohne Beeinträchtigungen waren insgesamt an beiden Tagen am Start der gemeinsamen Veranstaltung des Werra-Meißner-Kreises und der Werraland Lebenswelten. „Die immense Arbeit im Vorfeld hat sich gelohnt, wir sind mehr als zufrieden mit Teilnehmerzahl und Ablauf“, sagte Thomas Freitag, Fachdienstleiter Sport bei der Kreisverwaltung.

„Die inklusive Familie, wenn man es so nennen mag, ist intakt – das hat dieses Wochenende wieder gezeigt. Allein aus drei Bundesländern reisten die Sportler an, das ist nicht selbstverständlich“, so Erik Hogreve, Sportkoordinator der Werraland Lebenswelten. Aus Erfurt (Thüringen), Helmstedt/Wolfenbüttel (Niedersachsen) und Marberzell bei Fulda (Hessen) kamen die Sportler mit den weitesten Anreisen.

Von den Lebenswelten waren sieben Sportler mit Beeinträchtigungen (diese nennt man Athleten) und sechs Sportler ohne Beeinträchtigungen (Unified-Partner) dabei. Unified Sport ist ein wettbewerbsbezogener Ansatz, der Menschen mit und ohne kognitive Beeinträchtigungen im gemeinsamen Sport vereint. Special Olympics, die deutsche Organisation der weltweit größten Bewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung unterstützte die Veranstaltung auch finanziell.

„Ob es die Freude bei der Eröffnungsfeier ist, oder die Begeisterung der Sportler an der Tischtennis-Platte. Inklusiver Sport bietet Emotionen pur, das ist immer wieder großartig mitzuerleben“, sagt Anne Effe, Special Olympics-Regionalkoordinatorin, die extra aus Frankfurt anreiste.

Aus heimischer Sicht sorgten Tim Schlarbaum mit Partner Detlef Wenzel für den sportlichen Höhepunkt. In der Leistungsgruppe B belegten sie im Doppel den zweiten Platz.

Gewinner waren am Ende aber alle Teilnehmer, denn das gemeinsame Erleben steht über sportlichen Platzierungen. Gemeinsam ist auch das Stichwort bezüglich der vielen Helfer. „Ohne die insgesamt 35 Ehrenamtlichen, die uns beide Tage unterstützt haben, wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht durchführbar“, so Thomas Freitag, der sich besonders freute, dass auch sieben Auszubildende der EAM und der Bundespolizei dabei waren.

Der Dank der Organisatoren geht auch an das Deutsche Rote Kreuz Reichensachsen und das Team des amélie, das die Sportler an beiden Tagen mit Mittagessen versorgte.

Corvin Lohmann von den Werraland Lebenswelten bei der Eröffnung.
Organisierten das zweitägige Tischtennisevent: (v.li.) Erik Hogreve (Werraland-Sportkoordinator), Anne Effe (Special Olympics-Regionalkoordinatorin für Hessen) und Thomas Freitag (Sportförderung Werra-Meißner-Kreis). Fotos: Winter
Karin Schreiner (hinten) ist seit vielen Jahren Athletin im Tischtennis-Team der Lebenswelten.
Gehobenes Niveau: Tim Schlarbaum hat sich mit den Besten gemessen in Reichensachsen
Boris Krömker vom Team Werraland.
An 16 Tischtennisplatten spielten insgesamt 144 Akteure an beiden Tagen.
Sorgten an beiden Tagen für die Mittagessenverpflegung der Sportler: Dennis Foterek und Jannick Schmerbach vom Gastronomiekonzept amélie.