Werraland Lebenswelten

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Mitglied der Diakonie Hessen

Erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt für den Artenschutz

Neue Fledermauskästen von Werraland für Hochsitze in heimischen Jagdrevieren.

„Alle Beteiligten haben hervorragend zusammengearbeitet, um dieses wichtige Projekt erfolgreich umzusetzen“, sagte Christoph Dippel, Vorsitzender des Jagdvereins Hubertus Eschwege bei einem Pressetermin in der Werkstatt der Werraland Lebenswelten.

In der Schreinerei der Lebenswelten wurden 100 Fledermauskästen hergestellt, von denen bereits mehr als die Hälfte an private Jagdreviere und Forstämter verteilt und an vielen Hochsitzen angebracht sind, die restlichen 40 Kästen folgen zeitnah „Wir sind sehr froh, dass dank Werraland die neuen Kästen hier vor Ort gebaut wurden, das hat vieles einfacher gemacht“, so Torsten Rapp von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises. Über die Kreis-Verwaltung lief auch die Finanzierung des Projekts, das dank des Programms „Hessische Biodiversitätsstrategie“ zu 100 Prozent gefördert wurde.

Wie wichtig die Fledermauskästen für den Artenschutz sind, zeigt allein die Tatsache, dass von 25 in Deutschland nachgewiesenen Fledermausarten 21 in Hessen vorkommen, unter anderem die seltene Bechsteinfledermaus und das Große Mausohr. Für die unter Naturschutz stehenden Tiere sollen die aus rauem und unbehandeltem Holz gefertigten Kästen als Sommerquartiere dienen. „Hochsitze und Jagdkanzeln eignen sich hervorragend zum Aufhängen der Fledermauskästen, da sie oft in Waldschneisen stehen, die den Tieren freien Anflug ermöglichen“, sagt Dr. Thomas Rysavy, Forstamtsleiter Wehretal.

Und Thomas Dumm, Forstamtsleiter Hessisch-Lichtenau fügt hinzu „Fledermauskästen müssen in einer Mindesthöhe von drei Metern aufgehängt werden, Jagdkanzeln sind daher prädestiniert.“

Die Fledermäuse stört die jagdliche Nutzung der Hochsitze und Kanzeln überhaupt nicht, man kann von einer funktionierenden Nachbarschaft zwischen Tier und Mensch sprechen.

Funktioniert hat auch die Fertigung der Kästen in der Werraland-Schreinerei bestens. „Wir freuen uns sehr, unseren Anteil zu diesem großartigen Jagd- und Naturschutzprojekt geleistet zu haben“, so Produktionsleiter Frank Jacob, der sich bei den anwesenden Vertretern von Kreis, Forstämtern und Jagdverein für das produktive Miteinander bedankte.

Setzten gemeinsam das Projekt Fledermauskästen um: (hinten v.li.) Christoph Dippel (Vorsitzender Jagdverein Hubertus), Matthias Dumm (Forstamtsleiter Heli), Torsten Rapp (Untere Naturschutzbehörde), Juliane Beume und Tibor Pohle-Strube (beide Forstamt Heli), Dr. Thomas Rysavy (Forstamtsleiter Wehretal), (vorne v.li.) die Schreinerei-Mitarbeiter Florian Franke und Martin Fiedler sowie Werraland-Produktionsleiter Frank Jacob. Foto: Lars Winter
Einer der Hochsitze, die bereits mit dem neuen Fledermauskasten ausgestattet sind. Foto: Andreas Kunze