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Mitglied der Diakonie Hessen

Vom Mitgestalten zur Verantwortung für die WEADI

Steffen Köhler – Führungskraft aus den eigenen Reihen.

Bei den Werraland Ambulanten Diensten GmbH (WEADI) ist die Leitung neu geregelt: Steffen Köhler hat die Gesamtleitung der Gesellschaft übernommen und ist seit dem 1. Januar 2026 zudem Prokurist. Gemeinsam mit Geschäftsführer Georg Forchmann trägt er damit die Verantwortung für fast 200 Mitarbeitende.
Er folgt auf Beate Blumenstein, die die WEADI über viele Jahre geprägt und kontinuierlich weiterentwickelt hat. Künftig wird sie beruflich kürzertreten, der WEADI jedoch weiterhin verbunden bleiben.
 

Der Weg von Steffen Köhler innerhalb der Werraland Lebenswelten begann bereits 2014 als Bundesfreiwilligendienstleistender im Burgenhof. Es folgten ein duales Studium der Sozialen Arbeit sowie Stationen in nahezu allen Bereichen der Lebenswelten. Nach dem Studienabschluss war er ab 2018 sowohl für die WEADI als auch für die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) tätig, bevor er sich ab 2019 vollständig auf die WEADI konzentrierte.
 

Mit der Übernahme des Bereichs Schulassistenz hatte Steffen Köhler früh eine zentrale Verantwortung. Die Entwicklung dieses Bereichs steht exemplarisch für das Wachstum der WEADI: Von zunächst zwölf begleiteten Schulkindern stieg die Zahl bis 2021 auf rund 50, heute werden etwa 160 Kinder unterstützt. Parallel dazu wuchs die Organisation deutlich – inzwischen arbeiten rund 186 Mitarbeitende für die WEADI, allein die Verwaltung umfasst heute 13 Personen.
 

„Die WEADI ist ein unheimlich vielfältiges Arbeitsfeld. Kaum ein Tag ist wie der andere – genau das macht diese Aufgabe für mich so spannend“, sagt Steffen Köhler.
Auf seine neue Rolle bereitete er sich gezielt vor: Bereits ein Jahr lang war er als stellvertretender Leiter tätig. „Ich habe in all den Jahren sehr viel von Beate Blumenstein gelernt – fachlich wie menschlich“, betont Köhler. „Die Unterstützung aus dem Team ist groß. Der offene und ehrliche Umgang miteinander ist eine wichtige Grundlage – auch wenn die Verantwortung jetzt eine andere ist.“

Politische Sparvorhaben im Fokus

Gleichzeitig bewegt sich die WEADI in einem zunehmend herausfordernden politischen Umfeld. Insbesondere im sozialen Bereich stehen deutliche Veränderungen und mögliche Einschnitte im Raum. „Im Moment ist noch vieles offen, aber es ist spürbar, dass der Kostendruck im sozialen Bereich steigt“, sagt Steffen Köhler. „Natürlich stellt sich die Frage, wo politisch künftig gespart werden soll und welche Auswirkungen das auf Angebote, Strukturen und Arbeitsbedingungen haben kann.“
Viele Entwicklungen seien aktuell noch nicht konkret absehbar, müssten jedoch aufmerksam verfolgt werden. „Wir können derzeit nur beobachten, welche Weichenstellungen vorgenommen werden. Klar ist aber: Gerade in dieser Situation braucht es stabile Strukturen, gute Führung und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.“
Unabhängig von politischen Entscheidungen verfolgt Steffen Köhler klare Ziele: Die WEADI soll sich fachlich weiterentwickeln, dort ansetzen, wo es Versorgungslücken gibt, und zugleich wirtschaftlich gesund bleiben.

Mitarbeitende, Qualität und Blick nach vorn

Ein zentraler Baustein dafür bleibt die Qualifizierung der Mitarbeitenden. Fort- und Weiterbildungen haben für die WEADI weiterhin einen hohen Stellenwert. Auch die Digitalisierung sieht Steffen Köhler als klare Stärke – etwa durch bereits etablierte digitale Coachingformate in der Schulbegleitung, die kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Ein wichtiger nächster Schritt ist zudem der geplante Umzug an den neuen Lebenswelten‑Standort am Hessenring 17. „Derzeit fehlt es in der Bahnhofstraße schlicht an Platz“, so Köhler. „Der neue Standort wird uns deutlich bessere Arbeitsbedingungen bieten und das Miteinander im Team weiter stärken.“

Geschäftsführer Georg Forchmann bewertet die Übernahme der Leitung durch Steffen Köhler als folgerichtig: Er kenne die WEADI aus allen Perspektiven, habe ihre Entwicklung über Jahre aktiv mitgestaltet und verbinde hohe fachliche Kompetenz mit ausgeprägter sozialer Stärke.

Mit Steffen Köhler an der Spitze setzt die WEADI damit auf Kontinuität, Erfahrung und eine Führung aus den eigenen Reihen – mit klarem Blick auf kommende Herausforderungen und die weitere Entwicklung der Tochtergesellschaft der Werraland Lebenswelten.

Neue Leitung, neuer Standort: Steffen Köhler vor dem künftigen WEADI Standort der Werraland Lebenswelten am Hessenring 17. Foto: Winter