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Mitglied der Diakonie Hessen

„Werkstätten in eine gute Zukunft zu bringen, hat Priorität!“

Ministerin Heike Hofmann im Gesprächsaustausch mit den Werraland Lebenswelten und Aufwind.

Auf Initiative der Landtagsabgeordneten Karina Fissmann-Renner besuchte die hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, die Werraland Lebenswelten in Eschwege. Im Mittelpunkt des Besuchs standen der persönliche Austausch mit dem Vorstand der Werraland Lebenswelten e.V., Georg Forchmann und dem Vorstand des Vereins Aufwind e.V., Andrea Röth und Hartmut Kleiber, sowie die Zukunftsperspektiven von Werkstätten für Menschen mit Behinderung. 

Ministerin Heike Hofmann betonte: „Werkstätten in eine gute Zukunft zu bringen, hat Priorität. Dafür müssen wir gemeinsam mit Trägern, Politik und Betroffenen Lösungen entwickeln, die Inklusion, Teilhabe und wirtschaftliche Perspektiven vereinen.“

Ziel und Aufgabe beider Einrichtungen sei es, Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu fördern und individuelle Lebenswege zu unterstützen, betonte Andrea Röth aus dem Vorstand des Vereins Aufwind e.V. „Als Träger übernehmen wir eine wesentliche Aufgabe des Staates und machen das gerne, sind aber auf die Unterstützung des Bundes, des Landes und der Kommunen angewiesen“, machte Röth deutlich. 

Karina Fissmann-Renner, die sich als Mitglied im LWV seit vielen Jahren für soziale Teilhabe in der Region einsetzt, ergänzte: „Die Werraland Lebenswelten und der Verein Aufwind leisten vorbildliche Arbeit. Es ist wichtig, dass die politischen Rahmenbedingungen diese Arbeit nicht nur ermöglichen, sondern aktiv fördern.“ 

Forchmann erläuterte anhand des Beispiels zur Gründung eines Inklusionsbetriebs wie hoch doch der bürokratische Aufwand sei. „Jeder von uns hat innovative Ideen, die aber aufgrund des großen Verwaltungsaufwands nicht umsetzbar sind“, sagte er und forderte den Abbau des „Bürokratiemonsters“. Die Abgeordnete Fissmann-Renner, die gleichzeitig auch Mitglied im Entbürokratisierungsausschuss des Hessischen Landtages ist, stimmte zu und versicherte, dass es hier zukünftig zu deutlichen Entlastungen kommen werde und man wieder mehr auf Vertrauen statt Kontrolle setzen wolle. 

Der Besuch der Ministerin, zu dem auch die Landtagsabgeordneten Stefan Schneider und Felix Martin, der Beauftragte für die ländlichen Räume, Knut John, die Bürgermeister Thomas Eckhardt, Frank Koch und Dirk Oetzel sowie der Erste Kreisbeigeordnete Friedel Lenze kamen, unterstrich die enge Verbindung zwischen landespolitischer Verantwortung und regionalem Engagement. Die Ministerin zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Angebote und der gelebten Inklusion vor Ort.

Ministerin informiert sich vor Ort: (v.li.) Wolfram Linke (Geschäftsbereichsleitung Arbeit der Werraland Lebenswelten), die Landtagsabgeordneten Felix Martin, Karina Fissmann-Renner, Stefan Schneider, Ministerin Heike Hofmann, die Aufwind-Vorstände Hartmut Kleiber und Andrea Röth, Elfi Schreiber (Mitglied des Kreistags), die Bürgermeister Frank Koch (Waldkappel), Dirk Oetzel (Hessisch-Lichtenau), Werraland-Vorstand Georg Forchmann und Sontras Bürgermeister Thomas Eckardt. Foto: Privat